IT-Security: Detektive in der digitalen Welt

Wonderwoman wird schon attackiert, und auch Romeo muss sich vorsehen. Die beiden Codenamen stehen für zwei globale Unternehmen. Gelbe und rote Zahlen, die auf einem wuchtigen Monitor blinken, zeigen Cyberangriffe, die in diesem Moment auf sie einprasseln. Überwacht wird das Gefecht von einem internationalen Team aus Sicherheitsfachleuten, die der IT-Ausrüster Cisco in einem Kontrollzentrum im polnischen Krakau zusammengezogen hat. Seit April kontrollieren sie von hier aus den Datenverkehr von Kunden auf Schadsoftware oder Phishing-Versuche.

Hinter den hochgesicherten Türen arbeiten begehrte Spezialisten: Im ohnehin von Engpässen geprägten Markt für IT-Fachkräfte sind Security-Experten besonders rar. „Es gibt einen dramatischen Anstieg bei der Suche“, sagt Helmuth Merkel, Geschäftsführender Gesellschafter der Personalberatung 3C in München, die auf den IT-Sektor spezialisiert ist. Wer sich beruflich neu orientieren will, stößt vor in eine Welt der unbegrenzten Möglichkeiten. „Es ist heute bereits ein absoluter Bewerbermarkt“, so Merkel.

Über eine Million unbesetzte Stellen im IT-Sicherheitsbereich hat Cisco Anfang 2016 weltweit gezählt. Die Lücke dürfte sich weiter vergrößern. Abseits der klassischen IT-Firmen steigt die Nachfrage etwa im Handel oder Maschinenbau, wo Online-Shops oder Produktionsanlagen gegen Angriffe geschützt werden müssen.  Auch der verstärkte Einsatz von firmeneigenen Cloudlösungen lässt neue Stellen für IT-Sicherheitspersonal entstehen. Klassische IT-Fachleute spüren derweil Druck, ihr Know-how zu erweitern: „Mittlerweile tauchen in fast jeder Aufgabe sicherheitsrelevante Themen auf“, sagt Merkel.

In der Praxis können sich die Jobprofile stark unterscheiden. Verlangt wird von Sicherheitsprofis aber übergreifend Beweglichkeit. „Das Erkennen zielgerichteter Attacken sowie Vorhersage und Reaktion auf Cyberangriffe erfordern viel Flexibilität“, sagt Holger Suhl, Geschäftsführer des IT-Sicherheitsanbieters Kaspersky Lab im deutschsprachigen Raum. IT-Forensiker etwa setzen sich wie Detektive auf die Spur von Angreifern. Die Deutsche Telekom beschäftigt sie im Cyber Defense Center in Bonn. Auch Programmierer sind gefragt: Sie entwickeln die Schutzsoftware oder passen diese beim Anwender an die Firmen-IT an. Wachsende Nachfrage herrscht zugleich bei Beratern, die für Unternehmen Sicherheitsstrategien entwerfen.

Das Blickfeld weitet sich: „Die Chancen, neue Themen kennen zu lernen, sind relativ hoch“, sagt Merkel. Wer auf Firewalls spezialisiert ist, könnte demnächst vernetzte Haushaltsgeräte absichern. Immer weniger reicht allein das technische Know-how, um im Alltag zu reüssieren: Die jüngste Global-Information-Security-Workforce-Studie, eine Umfrage unter Sicherheitsexperten, nennt ein breites Verständnis für Sicherheitsfragen sowie gute Kommunikationsfähigkeiten als wichtigste Qualifikationen.

Kandidaten gestalten ihren Job Viele erfahrene Fachkräfte haben sich noch in Eigenregie weitergebildet. Langsam aber steuern die Hochschulen um: Einige von ihnen bieten schon Studiengänge mit Fokus IT-Sicherheit. Auch Unternehmen werden aktiv. Die Telekom hat vor zwei Jahren eine berufsbegleitende Weiterbildung zum „Cyber Security Professional“ entwickelt und arbeitet aktuell an „Zukunftsprofilen“, etwa zum Internet der Dinge. Die Allianz für Cybersicherheit, zu deren Mitgliedern viele Dax-Unternehmen zählen, organisiert solche Seminare.

Weil sie so gefragt sind, können Sicherheitsexperten viel Einfluss nehmen auf ihre Jobgestaltung. Lieber international zwischen verschiedenen Standorten und Projekten pendeln oder doch besser ein fester Arbeitsplatz im Büro? „Die Knappheit ist so stark, dass Unternehmen auf solche Wünsche flexibler reagieren“, sagt Merkel. Bei der Erreichbarkeit dagegen gibt es kaum Kompromisse: Das Handy muss nachts und am Wochenende meist eingeschaltet bleiben – falls das IT-System wackelt. Die Chancen auf einen schnellen Aufstieg sind groß, weil das Personal knapp ist. Bereits nach wenigen Jahren ist eine Führungsposition möglich – die häufig mit einem sechsstelligen Jahresgehalt vergütet wird.

Die Unternehmen wissen, dass sie mehr bieten müssen als ein gutes Einkommen.  „Wir haben die besten Daten“, sagt Adam Philpott, Direktor für Cybersecurity bei Cisco. Weltweite Angriffswellen würden sehr früh erkannt und bekämpft. „Das ist für die besten Leute attraktiv.“ Wer nur auf das Geld schielt, könnte in Versuchung geraten: Bei ihrer Recherche stoßen Sicherheitsexperten im anonymen Darknet immer wieder auf Stellenanzeigen der Angreifer. Auch die werben um Experten für Schwachstellen in der digitalen Welt – um sie dann kriminell zu nutzen.

Blockchain: Kalkulierte Kettenreaktion

Es ist ein einfacher Weg zu einer neuen Einnahmequelle: Wer eine eigene Ladestation für E-Autos vor dem Haus stehen hat, kann nun auch Fremde Strom zapfen lassen – zu einem selbst festgelegten Tarif. Dafür will nun die RWE-Tochter Innogy mit ihrer Vermittlungsplattform „Share & Charge“ sorgen.  Aktuell basiere das Konzept noch auf dem Vertrauen zwischen Ladestationsbetreiber und Nutzer. Künftig solle aber die Technologie Blockchain dafür sorgen, dass Stromzapfen und Bezahlen zwischen Unbekannten simpel und sicher abläuft.

Teilen wird simpler Die Blockchain, auf die der Versorger setzt, steht auch hinter der Digitalwährung Bitcoin. Das Prinzip ist revolutionär: Read more

Unternehmens-IT: Wer steuert die Fabrik der Zukunft?

Ein neuer Bearbeitungsschritt, ein neues Signal: In der Demonstrationsfabrik auf dem Campus der RWTH Aachen melden die Materialwagen jedes Mal per Funk, wenn ein Werkstück den nächsten Produktionsabschnitt erreicht hat. Im Hintergrund surren die Server – in Echtzeit werden Transport- und Wartezeiten gespeichert, andere Algorithmen werten parallel die Sensordaten einzelner Werkzeuge und Maschinen aus.

Den Forschern des im Januar an der Hochschule gegründeten Center Enterprise Resource Planning (Cerp) geht es nicht allein um die Fertigung. Durch die Einbindung von Software, die Unternehmen zur Planung und Steuerung des Betriebs einsetzen, soll auch die Automatisierung abseits der Produktionshallen vorangetrieben werden: So könnte die Software selbstständig Nachschub aus dem Materiallager ordern, Kunden über den Fertigungsstatus informieren und den Logistikern mitteilen, welches Sendungsvolumen auf sie zukommt.

„Heute gibt es schon einzelne Systeme, die sehr gut ihre Arbeit erledigen“, sagt Jan Meißner, Leiter des Cerp. Nun gehe es darum, die Grenzen einzelner Programme in der Unternehmens-IT zu überwinden: „Wenn man anfängt, die Systeme zu vernetzen, kann man einen erheblichen Mehrwert schaffen.“

Genau daran hapert es in der Praxis oft noch. Zwar können moderne Produktionsmaschinen immer mehr Daten übermitteln und verarbeiteten – doch ohne eine übergreifende Architektur laufen viele Bemühungen Richtung Industrie 4.0 ins Leere. „Ich will meine Produktion ja nicht nur rein technisch automatisieren, sondern betriebswirtschaftlich voranbringen“, sagt Dirk Bingler, Sprecher der Geschäftsführung der in Köln ansässigen Softwarefirma GUS Deutschland.

Dass Maschinen und Unternehmens-IT in Zukunft besser ineinandergreifen müssen, ist in der Branche Konsens. Unterschiedlich sind aber die Vorstellungen darüber, an welcher Stelle die neuen und bestehenden Daten idealerweise zusammenlaufen. In einer guten Ausgangslage sehen sich Anbieter von Software für das Enterprise Resource Planning (ERP) wie GUS: In ihren Programmen sind bereits die betriebswirtschaftlichen Daten von Unternehmen abgebildet.

Immer stärker positionieren sie sich nun auch als Wegbereiter für die Industrie 4.0. So wollen Anfang Oktober auf der Fachmesse „IT & Business“ in Stuttgart sechs ERP-Anbieter in Live-Vergleichen beweisen, dass ihre Produkte vielen neuen Szenarien schon gewachsen sind.

Grenzen überwinden Banal ist der Sprung in die Welt der vernetzten Produktion nicht. „Es ist mit Sicherheit eine komplett neue Herausforderung, was die Offenheit dieser Programme angeht“, sagt Mario Raatz, Vorstandsmitglied des Karlsruher Anbieters Abas. ERP-Systeme seien gemeinhin für eher starre Prozesse bekannt. Hinzu kommt: Aktuell gibt es zahlreiche hochspezialisierte Branchenanwendungen. „Jetzt geht es darum, mit anderen Systemen zu kommunizieren – auch über Unternehmensgrenzen hinweg“, sagt Raatz.

Unter Druck geraten die ERP-Anbieter durch neue Konkurrenten. So verkaufen einige Maschinenhersteller mit der Hardware zunehmend Analysefunktionen für ihre Steuerungssoftware. Von der anderen Seite drängen Anbieter von Software für das Kundenbeziehungsmanagement in dem Markt: Schon in der Vergangenheit haben sie Module für Geschäftsprozesse angeboten, nun entdecken sie auch die digitale Produktion für sich.

Als Schaltzentrale dienen sich darüber hinaus neue Programme an, die speziell für Industrie-4.0-Anwendungen konzipiert wurden. In Kooperation mit dem Softwareanbieter Pickert & Partner entwickelte etwa das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) in Berlin ein „Industry Cockpit“: Hier sollen alle Informationen aus der Produktion, Logistik und Buchhaltung zusammenlaufen und visualisiert werden. „Je automatisierter man arbeitet, desto schwieriger wird es für den Menschen, das zu überblicken“, sagt Nicole Oertwig, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IPK. Aktuell bietet das Programm vor allem eine Überwachungsfunktion, in Zukunft soll man aber auch in die Steuerung eingreifen können. Der Softwarebranche steht nach Einschätzung Oertwigs ein Wandel bevor: „Die klassischen Systemgrenzen werden sich auflösen.“

Das Ziel der übergreifenden Vernetzung eint die Marktteilnehmer, gemeinsam stehen sie vor einer großen Hürde: Noch fehlt oft eine gemeinsame Sprache für den Austausch der Maschinen untereinander und mit den Softwaresystemen. Selbst innerhalb eines Kommunikationsprotokolls legen Anbieter Parameter unterschiedlich aus. Man stoße daher immer wieder auf verschiedene „Dialekte“, sagt GUS-Chef Bingler: „Die Übersetzungsleistung ist die große Herausforderung.“

Zumindest zeichnet sich aber so etwas wie ein gemeinsamer Standard ab: Das Open Protocol for Communication Unified Architecture (OPC UA) hat sich in den vergangenen Jahren weit verbreitet und wird mittlerweile von den meisten Herstellern unterstützt. Sogar Cloud-Anbieter, bei denen Unternehmen bedarfsweise Rechen- und Speicherkapazitäten mieten können, docken an. So unterstützt zum Beispiel Microsoft OPC UA in seiner Plattform für das Internet der Dinge. Seit der vergangenen Woche bietet das Unternehmen den Dienst auch aus einem deutschen Rechenzentrum heraus an – es ist eine Reaktion auf die großen Datenschutzbedenken hierzulande.

Experten gehen davon aus, dass sich langfristig vor allem „hybride Modelle“ durchsetzen: „Zentrale Daten und Anwendungen wird man im Haus belassen, andere werden von außen hinzukommen“, erwartet Abas-Vorstand Raatz. Prädestiniert ist die Cloud etwa für die Analyse großer Datenmengen, die für die vorausschauende Wartung nötig ist. In einem komplett vernetzten Zukunftsszenario könnte die Unternehmenssoftware auf Grundlage der Cloud-Berechnungen früh feststellen, wann eine Reparatur nötig wird, den zuständigen Techniker informieren – und auch gleich dessen Einsatz verbuchen.

Erschienen im Handelsblatt am 27. September 2016.

3D-Druck: Fertigung in Eigenregie

Hier ein Mantelhaken im Intercity, dort ein Klemmenkasten unter dem Motorblock einer Lokomotive: Stück für Stück fahren in den Zügen der Deutschen Bahn Teile mit, die als Einzelanfertigung im sogenannten 3D-Druck entstanden sind. Seit vergangenem November beschäftigt sich der Konzern mit dem Verfahren – und hat es schon bei 200 verschiedenen Werkstücken genutzt. „Unser Ziel ist es aktuell vor allem, Ersatzteile zu drucken, an die wir sonst kaum rankommen“, sagt Stefanie Brickwede, die das Netzwerk 3D-Druck innerhalb des Konzerns koordiniert.

Das Engagement der Bahn unterstreicht: Additive Fertigungsverfahren kommen in der Praxis an. Lange Zeit wurden diese Methoden überwiegend für detailgetreue Prototypen eingesetzt. Jetzt bewährt sich der 3D-Druck auch im Rapid Manufacturing, also der schnellen Produktion von Teilen. „Es gibt ein enormes Interesse an dieser neuen Art zu fertigen“, sagt Stephan Kühr, Geschäftsführer der 3D-Druck-Plattform 3yourmind.

Mittelfristig könnten sich dadurch ganze Wertschöpfungsketten verändern – wenn etwa Ersatzteile nicht mehr vorproduziert werden, sondern bei Bedarf buchstäblich per Knopfdruck vor Ort entstehen. Read more

Losgröße 1: Komplexes in kleiner Auflage

Die Welt der unbegrenzten Möglichkeiten – Verbraucher kennen das schon: Mit einem Konfigurator dürfen sie ihre Turnschuhe individuell gestalten, nur ein kleiner Aufpreis wird fällig. Auch Müslifreunde haben die freie Wahl und mixen ihr Produkt nach Gusto – in 566 Billiarden Varianten.

Der Trend erreicht nun auch die Industrie: Ein B2B-Kunde klickt sich sein Wunschprodukt zusammen, und der Lieferant serviert es. „Es geht darum, den Kunden noch individueller und effizienter bedienen zu können“, sagt Frank Piller, Professor für Technologie und Innovationsmanagement an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen. Das Fernziel hört auf das Schlagwort „Losgröße 1“: die automatisierte Fertigung von Einzelstücken.

Der Automatisierungsspezialist Phoenix Contact geht in diese Richtung: Seine Kunden können im Onlinekonfigurator zwischen 98 verschiedenen Trennverstärkern wählen – und dann je nach Anforderung noch die Ein- und Ausgangssignale definieren. Insgesamt ergeben sich so mehr als 1 000 Kombinationen für das sechs Millimeter schmale Bauteil, das in Schaltkästen zum Einsatz kommt.

Eine neue Qualität für Einkäufer von technischen Komponenten: Bisher blieb ihnen meist die Wahl zwischen zwei Extremen – entweder kostengünstige Massenware oder teure Einzelanfertigung. Ermutigt durch Pilotversuche, befassen sich immer mehr Industriefirmen mit dem Konzept Losgröße 1. Read more

Antonio Krüger: „Die Industrie hat Nachholbedarf“

Geht es um komplexe Analyseverfahren, stößt man immer wieder auf Beispiele aus dem Handel – von Amazon bis Otto. Professor Antonio Krüger leitet das Innovative Retail Laboratory am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Die Methoden seien für Handel und Industrie gleichermaßen geeignet, Krüger sieht aber entscheidende Hemmnisse.

Herr Krüger, überall wird über das Potenzial von Datenanalysen gesprochen. Wieso ist der Handel da anscheinend in vielen Punkten weiter?

Antonio Krüger: Onlinehändler sind mit fortgeschrittenen Analyseverfahren groß geworden und treiben das Thema voran. In einem Geschäft mit knappen Margen hat das auf traditionelle Handelsunternehmen ausgestrahlt. Das produzierende Gewerbe hat sicher etwas Nachholbedarf.

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Künstliche Intelligenz: Neue Antworten durch Algorithmen

Alle Daten im System – und immer nur die wichtigen im Blick: Die Beratung Deloitte bastelt gerade an solchen Projekten für die Autoindustrie. Im „Quality Dashboard“ soll das Management stets genau sehen können, welche Prozesse im weitverzweigten Produktionsnetzwerk funktionieren – und an welchen Standorten, bei welchen Baugruppen oder Modellen es gerade hakt oder auch bald haken könnte.

In einer Vorführversion ergeben die Unmengen von Daten am Ende klare grafische Signale für das Management. Unter der Oberfläche sind aufwendige Analyseverfahren nötig. „Es wird bald gelingen, die Daten aus der Produktion mit Qualitätskennziffern zu versehen“, sagt Frank Siemes, Partner Strategy & Operations bei Deloitte. „Für die Hersteller wäre das ein großer Gewinn.“ Ein erstes Projekt mit einem Autokonzern läuft derzeit – die Lösung soll im Laufe des Jahres einsatzbereit sein.

Gesprochen wird oft über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die sich durch die immer bessere Auswertung von Daten in vernetzten Unternehmen ergeben.  Beim Einsatz aber zögern viele Firmen: Nach einer Erhebung des Beratungs- und Marktforschungsunternehmens BARC nutzen im Moment nur fünf Prozent der Firmen fortgeschrittene Analysetechniken. 94 Prozent der befragten Unternehmen sind hingegen überzeugt, dass dies in Zukunft erfolgskritisch sein wird. „Der Mensch trifft nicht immer die besten Entscheidungen“, sagt Michael Feindt, Gründer des Softwarespezialisten Blue Yonder. „Datengetriebene Algorithmen kommen in vielen Fällen zu deutlich besseren Ergebnissen.“ Read more

Plattform-Ökonomie: Die Macht der Wolke

Vom Bauernhof bis zum Maschinenbau, von der Hauselektronik bis zum Auto: In kaum einer Branche wird dieser Tage nicht über die digitale Vernetzung diskutiert. Unternehmen versprechen sich neue Geschäftsmodelle – ermöglicht durch die Analyse von Daten. Wo heute eine Heizung verkauft wird, könnte es in Zukunft die Garantie auf ein warmes Haus sein. Wann Wartungen nötig sind und wie die Anlagen geregelt werden, bestimmen Algorithmen.

Von einer ganzen „Smart Service Welt“ spricht schon ein gleichnamiger Arbeitskreis, dem 140 Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen angehören. Kennzeichnend für solche intelligente Dienstleistungen, so heißt es in einem Projektbericht der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech), seien nutzerzentrierte Dienste, die an vernetzte Gegenstände und Maschinen anknüpfen.

Für die technische Infrastruktur prädestiniert ist die Cloud: Rechenleistung und Speicherplatz können flexibel genutzt werden – das ermöglicht den Anbietern ein Herantasten an die neuen Dienstleistungen. Read more

IT-Sicherheit: Schutz über alle Schnittstellen

Dieser Text ist im neuen Fachnewsletter vierpunktnull: Geschäftspraxis erschienen – hier können Sie eine kostenlose Probeausgabe bestellen.

Je mehr Möglichkeiten, desto mehr Risiken: Jedes neu angeschlossene Gerät, jede neu vernetzte Maschine in einer Produktion kann mehr Daten für den Unternehmenserfolg bringen. Gleichzeitig öffnet sich mit jeder neuen IP-Adresse im Firmennetzwerk ein neuer potenzieller Zugang für Angriffe von außen. „Die Vielfalt der Gefahren entspricht der Vielzahl von Geräten“, hielten die Experten von Symnatech, einem Anbieter von Sicherheits-Software, in einem Report fest. Den Schutz von Schnitt-stellen im Außen- und Innenverhältnis bezeichnen die Verbände Bitkom, VDMA und ZVEI unisono als eine der zentralen Herausforderungen für weitere Fortschritte im Projekt Industrie 4.0. Read more

German Industry 2015/2016: Challenge of getting connected

German Industry 2015/2016: Challenge of getting connected

Looking at the current numbers and statistics, many companies are still on a good run. Nevertheless, conflicts and difficulties arising in the global context have an increasing impact on the performance of the export-oriented industry – both corporations and the small and medium enterprises, well known as the backbone of the German economy. In addition to that, Germany itself will face some important changes in the near future, as the Volkswagen scandal brought the spotlight on some underlying problems in German industry.

Looking at the internal organisation of German Industry, one topic in 2015 stands out: After a few years of a cautious approach and some early-bird pilots, “Industrie 4.0” has made it to the main stage. This label is the German idea of dealing with an increasingly digitally connected production line, known both in and outside the factory as the “Internet of Things”. After three industrial revolutions, the next step might include features like a production line where every machine is connected to each other and highly individualised products from still highly efficient industrial production. Read more