IT-Sicherheitsgesetz: „Wir wissen noch gar nicht, was alles passieren kann“

Im Interview spricht Jörn Müller-Quade, Professor für Kryptographie und Sicherheit am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), über die künftigen Anforderungen an Energieversorger, um die Sicherheit in vernetzteren Energiesystemen gewährleisten zu können. Das Gespräch erschien im November 2015 im neuen Fachnewsletter vierpunktnull: Geschäftspraxis hier erhalten Sie eine kostenlose Probeausgabe.

Das IT-Sicherheitsgesetz ist im Juli in Kraft getreten. Ist damit ein wichtiger Schritt hin zu höheren IT-Sicherheit bei kritischen Infrastrukturen gelungen?

Durch das Gesetz und insbesondere durch die Meldepflicht alleine sind erstmal keine allzu großen technischen Herausforderungen entstanden. Wie die IT-Sicherheit umgesetzt wird, ist weiterhin den Versorgern überlassen – dabei wäre ein gewisser Mindeststandard da sicherlich wünschenswert.

Wieso passiert denn in dieser Hinsicht so wenig? Read more

Energiemanagement: Lastspitzen verringert, Energiekosten gesenkt // vierpunktnull: Geschäftspraxis

Dieser Beitrag ist im November 2015 im neuen Fachnewsletter vierpunktnull: Geschäftspraxis erschienen.

Digitalisierte Daten, vernetzte Geräte: Die Verbindung von Sensorik und Software ermöglicht ein deutlich detaillierteres Energiecontrolling. Das kann die Grundlage bilden, um Gebäude- und Produktionstechnik effizient zu optimieren – Studien sehen etwa im Maschinenbau bis zu 25 Prozent Energiesparpotenzial. Oft fehlt aber noch die Übersicht, wo konkret Energie verloren geht. „Unser Ziel war es, eine möglichst hohe Transparenz in unsere Energieströme hereinzubekommen und das nicht nur für eine einzelne Maschine, sondern für den gesamten Fertigungsbereich“, sagt Jan Stefan Michels, Leiter der Technologieentwicklung des Mittelständlers.

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Wie Maschinen sprechen lernen

Die richtige Temperatur für den Maschinenpark? Der Automatisierungsspezialist Weidmüller ermittelt sie in der Datenwolke. Schon heute senden Maschinenmodule an einem Standort ihre Betriebsdaten an eine zentrale Steuerungseinheit. Das schafft Klarheit über den Stromverbrauch, ist aber nur ein erster Schritt: Bald könnten auch aktuelle Energiepreise eingespeist werden. Die Maschinen würden dann zum kostengünstigsten Zeitpunkt laufen – wenn es der Produktionsplan erlaubt. „So können wir Prozesse optimieren und die Energieeffizienz steigern“, sagt Jan Stefan Michels, Leiter der Technologieentwicklung bei Weidmüller.

Die Vernetzung der Industrie, innerbetrieblich und darüber hinaus, schreitet voran. Die Digitalisierung erreicht den Maschinen- und Anlagenbau. Voraussetzung dafür ist ein reibungsloser Datenaustausch auf breiter Fläche. „Es geht darum, die Cloud vom Top Floor in den Shop Floor zu bringen“, sagt Horst Reichardt, Vorstandsvorsitzender der Beratungsgesellschaft Freudenberg IT. Die Datenwolke soll künftig nicht nur auf der Managementebene zum Einsatz kommen, sondern auch im Maschinenraum. Read more